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Archiv

 

APs Biographie von Hilary Spurling erschienen

 

Unter dem Titel «Anthony Powell: Dancing to the music of time» hat die langjährige Freundin von Anthony Powell, die bereits das sehr hilfreiche Handbuch zum «Dance...» geschrieben hatte, dessen Biographie bei Hamish Hamilton veröffentlicht (528 Seiten, £ 25). Die Sunday Times hat diese Biographie bereits am 24.09.2017 durchaus wohlwollend besprochen, wobei es sich der Kritiker John Carey nicht verkneifen konnte, Powell u.a. einen «overprivileged toff» zu nennen.

 

Mit Unterstützung der BSCW-Stiftung, die auch schon unsere Lesungen mit Thomas Loibl sehr tatkräftig gefördert hat, wird die deutsche Übersetzung von Heinz Feldmann bald im Elfenbein Verlag erscheinen (weitere Informationen finden Sie hier).

 

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Le Bas Dinner am 21.12.2017

 

Den 112. Geburtstag von Anthony Powell feierte die deutsche Anthony Powell Gesellschaft mit ihrem ersten «Le Bas Dinner» im Excelsior Hotel Ernst. An zwei langen Banketttischen im Gobelinsaal des besten Kölner Hotels nahmen 62 Gäste Platz, um zunächst vom Vorstand begrüßt und sodann mit zwei Dinner Speeches von Denis Scheck und Andreas Platthaus beglückt zu werden.

 

In seiner Begrüßung beschrieb der Präsident der APG Theo Langheid die neuesten Entwicklungen in 2017, vor allem das Erscheinen der Bände 9 und 10 in Deutsch, die von einem der Referenten des Abends, Andreas Platthaus, am gleichen Tag in der FAZ positiv besprochen worden waren. Ferner wurde die neue AP-Biographie von Hilary Spurling und deren ausnahmslos positive Besprechungen in der englischen Presse vorgestellt. Die Besprechung von Claire Messud, die Anthony Powell im «Guardian» nicht nur mit Proust, sondern gleich auch mit Balzac, Joyce und Wolfe verglichen hatte, wurde besonders hervorgehoben. Außerdem konnte anhand mehrerer Beispiele nachgewiesen werden, dass die Kenntnis von Romanen von Anthony Powell im heutigen UK als selbstverständlich vorausgesetzt werde. Die Begrüßung finden Sie >hier<.

 

Anschließend klärte Vize-Präsident Henner Löffler über den Hintergrund des Le Bas Dinners im Ritz im Juli 1933 auf. Er hob Hilary Spurlings Beschreibung von Le Bas hervor ("no sex life") und beschäftigte sich sodann intensiv mit der Figur von Kenneth G. Widmerpool, der das Le Bas Dinner beherrscht und wies darauf hin, dass wir nie erfahren werden, wofür das G. steht. Abschließend wurde Widmerpool mit Charles Dickens' Uriah Heep verglichen, in ihrer Sucht nach Macht und ihren gestörten Mutterbeziehungen. Die Ausführungen von Henner Löffler finden Sie >hier<.

 

Nach der Vorspeise gratulierte Denis Scheck AP zum 112. Geburtstag und erinnerte daran, dass am gleichen Tage Heinrich Böll seinen 100. Geburtstag feierte. Denis Scheck erinnerte an die Anekdote, wonach das Nobelpreis-Kommittee 1972 den Nobelpreis für Literatur erst einem gleichnamigen Handwerker aus Köln-Nippes zugedacht hatte, der ehrenhafterweise den Preis aber zurückgewiesen und auf seinen berühmten Namensvetter verwiesen habe. In diesem Zusammenhang wurde daran erinnert, dass AP das Schicksal von Kafka, Joyce und Nabokov teilte, die ebenfalls niemals den Nobelpreis erhalten hätten.

 

Sodann berichtet Denis Scheck über die Beobachtung des Kunsthistorikers (und Spions) Anthony Blunt, dass das Gemälde von Nicholas Poussin keineswegs die vier Jahreszeiten zeige, sondern dass eine der Figuren ein Mann sei und dass es sich bei den Dargestellten um Allegorien von Armut, Arbeit, Reichtum und Vergnügen handeln würde. Er verwies schließlich auf Joshua Reynolds, der zwei in seinem Besitz befindliche Rembrandt-Gemälde übermalt habe, weil diese ihm nicht "rembrandthaft" genug erschienen seien und er spielte mit der Idee, ob Anthony Powell vielleicht  das Gleiche mit dem Gemälde von Nicholas Poussin gemacht habe, als er den «Tanz...» schrieb.

 

Schließlich sprach Andreas Platthaus über "Kenneth Widmerpools Fan", das Wort "Fan" im doppelten Wortsinne benutzend, einerseits in Anspielung auf Oscar Wilde und Mrs. Windermeres Fächer und andererseits als Anhänger von Kenneth Widmerpool. Andreas Platthaus sinniert über den richtigen Namen von deutschen AP-Fans nach und über die Überraschungen, die mit Dinner Speeches einhergehen können, dabei auf die beiden Reden von Kenneth Widmerpool im «Tanz...» verweisend. Sodann beschäftigt er sich mit dem Verhältnis von AP zu Oscar Wilde, der in den Romanen an gleich drei Stellen durchaus zwiespältige Erwähnung findet. Den Beitrag von Andreas Platthaus finden Sie >hier<.

 

Am Ende las Charles Ripley aus «The acceptance world» («Die Welt des Wechsels») halb deutsch, halb englisch die Szene des original Le Bas Dinners im Juli 1933 im Londoner Ritz. Pünktlich zum Zusammenbruch von Le Bas um 22.23 Uhr wurde er fertig. Zu essen gab es Glen Douglas Lachs, Roastbeef und Bread & Butter Pudding. Das Dinner endete mit dem Zusammenbruch von Le Bas, wurde aber bis in die frühen Morgenstunden noch in der Bar des Excelsior Hotels fortgesetzt. Am 21.12.2018 wird es wiederholt.

 

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Erfolgreiche Lesungen in München und Wiesbaden

 

Die gemeinsam mit der Brougier-Seisser-Cleve-Werhahn-Stiftung (BSCW) und den Literaturhäusern in München und Wiesbaden am 26. und 27.09.2017 durchgeführten Lesungen waren - in München sogar vor ausverkauftem Haus - ein voller Erfolg.

 

Der Schauspieler Thomas Loibl las aus dem dritten Band «Welt des Wandels», zweimal aus «Bei Lady Molly» und schließlich aus dem zur Frankfurter Buchmesse neu erschienenen Band «Bücher schmücken ein Zimmer».

 

Zuvor hatte der Vorsitzende der APG Anthony Powell, sein Werk, seine Rezeption und die deutschen Übersetzungen vorgestellt. Den Text dieser Rede finden Sie >hier<.  Die Presse hat bereits berichtet (siehe >hier<).

 

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«Lust und Last des Übersetzens - Powell & Proust»

Anthony Powell Colloquium am 04.12.2016

 

Mit unserem ersten Anthony Powell Colloquium waren wir höchst aktuell: die Anthony Powell Society hat in ihrem Herbst-Newsletter gleich zwei Artikel über das Verhältnis von Powell zu Proust veröffentlicht und da traf es sich gut, dass wir - darauf legen wir Wert - schon vorher die Idee hatten, die deutschen Übersetzer vom «Dance...» und der «Recherche...», die Herren Heinz Feldmann und Bernd-Jürgen Fischer unter der Moderation von unserem Kurator Joachim Kalka zu einem Gespräch zu dem Thema «Lust und Last des Übersetzens» einzuladen. In der Begrüßung hat unser Vorstand Theo Langheid etwas zum Verhältnis von Powell zu Proust gesagt (die Langfassung seines Vortrags finden Sie >hier<), anschließend haben wir die Vorführung der Channel 4-Verfilmung des «Dance...» mit Teil 2 fortgesetzt. Nach dem Luncheon begann dann um 14.00 Uhr die Diskussion, in der die Herren Feldmann und Fischer unter sachkundiger Leitung des Moderators Joachim Kalka Einblicke in die Übersetzerwerkstatt gaben. Das Publikum erfuhr interessante Details zur Technik des Übersetzens, zu den unterschiedlichen Ansätzen (möglichst nah am Original ./. möglichst elegantes Deutsch), zu den besonderen Schwierigkeiten bei Wortspielen und zur Einstellung der Übersetzer zu den Produkten ihrer Vorgänger. Großer Beifall, die 100 Teilnehmer haben ihr Interesse an Fortsetzungsveranstaltungen kundgetan.

 

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Anthony Powell Conference 2016

 

Vom 08. bis 10. April 2016 hat die jährliche Konferenz der Anthony Powell Society/UK im King's Manor, York stattgefunden. Das Motto lautete «Anthony Powell, Shakespeare and other literary influences». Ein Bericht folgt in Kürze.

 

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APG-Ehrenmitglied Katharina Focke verstorben

 

Frau Dr. Katharina Focke, SPD-Politikerin, von 1969 bis 1972 parlamentarische Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, von 1972 bis 1976 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit und von 1979 bis 1989 Mitglied des Europäischen Parlaments, ist am 10.07.2016 im Alter von 93 Jahren verstorben.


Ihr politisches Leben, das 1964 mit dem Eintritt in die SPD und zwei Jahre später mit dem Einzug in den Düsseldorfer Landtag begann, ist hinreichend bekannt und wird derzeit in der Presse ausführlich beschrieben.


Weniger bekannt ist, dass Frau Dr. Focke vor ihrer politischen Tätigkeit unter anderem als Übersetzerin aktiv war und bereits 1961 den vierten Band des «Dance…», unter dem Titel Lady Mollys Menagerie, für Cotta ins Deutsche übersetzt hat. Warum Cotta, lange vor den ersten deutschen Ausgaben bei der DVA in den 60er und der Ehrenwirth-Ausgabe in den 80er Jahren (beide kamen nicht über die ersten drei Bände hinaus), ausgerechnet mit dem vierten Band der Serie angefangen hat, lässt sich nicht mehr aufklären. Auch bei unseren Gesprächen mit Frau Dr. Focke konnte sie uns keine weiteren Angaben über diese verlegerische Entscheidung machen, nachdem es bei Cotta, bei der DVA und auch bei Ehrenwirth niemanden gab, der hierzu Aufklärendes hätte beitragen können.


Stattdessen erzählte sie uns, dass sie bis zum Tode ihres Mannes im Jahre 1961 neben ihrer Assistententätigkeit für ihren Vater, den Publizisten Ernst Friedlaender, als Übersetzerin tätig war, weil sie neben ihrem Hausfrauen-Dasein nach einer zusätzlichen sinnvollen Beschäftigung suchte. Nach dem Tode ihres Mannes musste sie Geld verdienen und wurde Geschäftsführerin des Bildungswerkes Europäische Politik, wo sie von Professor Dr. Horst Ehmke für die Politik entdeckt wurde. Wer Frau Dr. Focke persönlich kennengelernt hat, wundert sich nicht darüber, dass sie während ihrer Bundestagskandidatur im Herbst 1969 ihren eher konservativ geprägten Kölner Wahlkreis mit dem größten lokalen Zuwachs für die NW-SPD errang (von 37,8 % auf 48 %) und auch 1972 mit deutlichem Vorsprung bei den Erststimmen gewann.


Es hätte Frau Dr. Focke, die uns freundlicherweise erlaubt hat, sie zum Ehrenmitglied unserer Gesellschaft zu machen, ganz sicher sehr gefreut, wenn sie das derzeitige Erscheinen des «Dance…» im Elfenbein Verlag noch bis zu Ende hätte verfolgen können. Wir werden sie nicht vergessen.

  

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«Lives of the novelists: a history of fiction in 294 lives»

von John Sutherland (Profile Books, London, 2011)

 

John Sutherland ist emeritierter Professor für englische Literatur und hat ein Buch über 294 Autoren veröffentlicht, unter denen sich - natürlich - auch Anthony Powell befindet. Der «must read text» ist «The Acceptance World» und die Referenzbiographie ist die von Michael Barber. Eine Besprechung des Buchs von Jeffrey Manley finden Sie >hier<.

 

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Vorführung der Channel 4-TV-Verfilmung des «Dance...»

 

Statt der Dezember-Lesung haben wir am 02.12.2014 um 19.00 Uhr den ersten Teil der Channel 4-Verfilmung gezeigt. Die Vorführung fand im Anschluss an die Mitgliederversammlung statt in der Anwaltskanzlei BLD Bach Langheid Dallmayr in Köln. Die Resonanz war - trotz einer Bombendrohung, die die Kölner Altstadt lahmlegte - gut und in den anschließenden Gesprächen bei Wein und Quiches wurde zur Wiederholung mit der 2. Season aufgefordert.

 

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Der beste Kenneth Widmerpool...

 

... den es je auf der Leinwand gegeben hat (was nicht schwierig war, weil es außer der Channel 4-Fernsehserie keine weitere Verfilmung des «Dance...» gegeben hat) war der britische Schauspieler Simon Russell Beale. Simon Russell Beale, der auch eine Zeitlang als Präsident der Anthony Powell Society in UK fungiert hat, feierte zuletzt große Erfolge im englischen Shakespeare-Betrieb: nach seinem letzten Triumph als Simon of Athens spielte er unter der Regie von Sam Mendes (Regisseur des James Bond-Filmes «Skyfall») im National Theatre den Lear und wurde als nichts anderes als «the greatest classical actor of this generation» gefeiert. Die Tickets für die ersten zwei Monate waren sofort ausverkauft.  Simon Shama: «I have seen many Lears in my time but Simon Russell Beale's is the most heartbreakingly mindshakingly profound.»

 

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Venice C0nference, 09.-11. Oktober 2014

 

Unsere englische Schwestergesellschaft, die Anthony Powell Society, hat ihre zweitägige Konferenz in der Fondazione Giorgio Cini auf der Isola di San Giorgio Maggiore durchgeführt. Einen Bericht über die Konferenz finden Sie >hier<. 

 

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Tagung der Kölner Literaturgesellschaften am 12. Januar 2014

 

Erstmals war die APG eingeladen worden, sich an der von der Stadt Köln veranstalteten Tagung der «Kölner Literaturgesellschaften» am 12. Januar 2014 zu beteiligen. Die Tagung fand im Rautenstrauch-Joest-Museum statt und war - auch für die APG - ein voller Erfolg. Der Vorstand der APG präsentierte kurz Leben und Werk des Autors und beklagte den immer noch viel zu geringen Bekanntheitsgrad von AP, selbst unter deutschen Anglisten. Es wurde ein kurzer Abriss über die bisherige Übersetzungsgeschichte gegeben und die Bemühungen, einen deutschen Verlag zu finden, der den langen Atem für eine Gesamt-Übersetzung aller 12 Bände des «Dance...» findet.

 

Die Beachtung, die AP wieder stark zunehmend im angelsächsischen Literaturleben findet (s.a. den Bericht über das Cheltenham Literature Festival auf dieser Seite; s. ferner die Nennungen und Zitate von AP in «Hitch 22» von Christopher Hitchens oder in «An English Affair» von Richard Davenport-Hines), lässt auf bessere Zeiten hoffen. Sodann las Heidrun Grote (Charles Ripley musste kurzfristig in die USA reisen) aus «Books do furnish a room». Freundlicher Beifall und Zuspruch von allen Seiten.

 

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Cheltenham Literature Festival 10. - 13. Oktober 2013 

 

Das jährliche Literaturfestival in Cheltenham, das von der «Times» gesponsert wird, ist inzwischen ein unverzichtbarer Bestandteil im Kalender des Literaturfreunds. Am 11. Oktober 2013 fand dort eine Diskussion über APs «Dance...» statt, die vom Vice President der APS Patric Dickinson geleitet wurde. Diskutanten waren Hilary Spurling (die den berühmten Leitfaden durch den «Dance...» geschrieben hat und gegenwärtig an einer Biographie über AP arbeitet), DJ Taylor (der Orwell- und Thackeray-Biograph) und Richard Davenport-Hines (der in seinem hoch gepriesenen Buch «An English affair - Profumo ...» gleich mehrfach aus den Werken APs zitiert).

 

Im neuesten Newsletter der APS (Issue 53, Winter 2013) berichtet Allan Lloyd über die Diskussion. Lloyd erlebte die Diskussion als «a very enjoyable hour of talk about Powell», obwohl Davenport-Hines die Diskussion mehrfach in etwas entlegenere Gebiete («very obscure areas...») lenkte, indem er beispielsweise AP mit einem italienischen Autor aus dem 18. Jahrhundert verglich (dessen Name Lloyd entfallen ist und der auch wohl nur eine sehr entfernte Bindung zu Powell aufwies).

 

Sowohl DJ Taylor als auch Hilary Spurling bekannten, dass sie am Anfang mit dem «Dance...» wenig anfangen konnten. Spurling gab nach wenigen Seiten von «A question of upbringing» («Eine Frage der Erziehung») auf, weil sie nicht nachvollziehen konnte, dass irgendjemand etwas über unerfreuliche Eton-Zöglinge lesen wolle und Taylor fand APs Prosa zunächst  «klumpig» («clotted»). Spurling begann dann mit  «Casanova's Chinese restaurant» und hat sich von da zurückgearbeitet. Sie hat AP kennen gelernt, als sie ihn als junge Journalistin für den «Spectator» interviewt hat und behauptet, dass AP sie förmlich genötigt habe, den «Dance Companion» zu schreiben, was sie - jedenfalls zunächst - absolut gehasst habe. Beinahe hätte sie ihr Gefallen an seiner Arbeit verloren, denn sie war mehr an der Entwicklung der Erzählstränge und an der komplexen Konstruktion der Bücher interessiert als an den merkwürdigen Charakteren («obscure characters»). Nach Fertigstellung ihres Buches meinte AP, es würde ihm sehr viel Zeit gespart haben, wenn er ihr Buch gekannt hätte, bevor er seine geschrieben habe.

 

Allan Lloyd berichtet dann weiter, wie über die Arbeitsweise von AP diskutiert worden wäre und dass er an einem winzigen Tisch in einem der Schlafzimmer von «The Chantry» gearbeitet hätte, wo alle vorangehenden Bücher auf dem Boden gestapelt gewesen wären. Er habe dann immer in den alten Büchern geblättert, um den Faden nicht zu verlieren. Wenn die Bücher zerfleddert gewesen wären, hätte sein Verlag ihm neue Exemplare geschickt (was Lloyd zu der sicher interessanten Frage veranlasst, was eigentlich aus den alten Exemplaren geworden ist, die ja sicherlich mit einer Vielzahl von handschriftlichen Notizen versehen waren).

 

Sodann wurde die Frage erörtert, wie AP seine Geschichten und Figuren entwickelt hat. Powell hat Spurling verraten, dass er für jeden Charakter eine tiefe Schublade (metaphorisch) vorgehalten habe und in der Diskussion wurde dann die Vorstellung entwickelt, wie AP aus der einen Schublade Widmerpool und aus der anderen Pamela hervorgezogen habe und aus einer dritten die Geschichte, wie beide sich kennen lernen. Von Hilary Spurling kam dann die Bemerkung, dass es genug Autoren gäbe, die keine großen Schubladen hätten, aber dennoch ständig daraus zitieren würden.

 

Allan Lloyd schließt seinen Bericht mit der Bemerkung, er habe sehr vergnügliche Stunden verbracht, wobei sein Vergnügen noch dadurch gesteigert wurden wäre, dass er auf dem Weg zum Parkplatz drei andere Teilnehmer belauschen konnte, die über Proust und die Gründe, warum sie ihn nicht gelesen hätten, diskutierten. Das sei ein wunderbarer Bonus zu einem ohnehin schönen Nachmittag gewesen.

 

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Fortsetzung der Lesung des «Dance...»

 

Am 11. September 2013 haben wir die Lesung des «Dance...» wiederaufgenommen und unsere bewährten Schauspieler Heidrun Grote und Charles Ripley haben vor wiederum gut gefüllten Zuschauerreihen die Lesung mit dem Ball bei den Huntercombes fortgesetzt.

 

Zu Beginn der Lesung am 08. Oktober 2013 wurde zusätzlich ein etwa 10 Minuten langer Ausschnitt aus der BBC-Einspielung des «Dance...» vorgestellt, die in den Jahren 1978 bis 1982 entstanden sind.

 

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Anthony Powell Society Conference

Eton College, 27. & 28. September 2013 

 

Am 27. und 28. September 2013 hat die 7. Tagung der englischen Anthony Powell Gesellschaft stattgefunden, und zwar in Eton, der früheren Schule von AP. Den Tagungsbericht, den die APS in ihrem letzten Newsletter veröffentlicht hat, finden Sie >hier<.

 

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«The man who was X Trapnel»

 

BBC Radio 4 hat am 13.12.2012 anlässlich des 100. Geburtstages des Schriftstellers Julian McLaren-Ross eine Sendung ausgestrahlt, die Mr. McLaren-Ross als Modell für den Schriftsteller X Trapnel aus APs «Dance...» identifiziert. Die BBC wird diese Sendung im Netz unter der Sparte «Listen again» speichern.

 

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Erste Lesung des «Dance...» am 17.09.2012

 

Wegen Überfüllung geschlossen! Die Auftaktveranstaltung der Gesamtlesung des «Dance...» am 11.09.2012 in der Lengfeld'schen Buchhandlung war restlos ausgebucht; sogar im Schaufenster mussten Stühle aufgestellt werden, um Zuhörer unterzubringen. Viele weitere Anmeldungen konnten nicht mehr berücksichtigt werden.

 

Nach Begrüßung durch die Hausherrin Hildegunde Laaf begrüßte der 1. Vorsitzende der APG, Theo Langheid, die Gäste, stellte die Schauspieler Heidrun Grote und Charles Ripley vor, die dem Publikum ja bereits aus den Auftaktveranstaltungen im Literaturhaus und durch die Lesung anlässlich der «Literatur in den Häusern der Stadt» bekannt waren.

 

Vor deren Lesung in deutscher und englischer Sprache (die Übersetzung stammte wiederum vom 2. Vorsitzenden der APG, Henner Löffler) berichtete der aus Münster angereiste Übersetzer der Ehrenwirth-Ausgabe, Dr. Heinz Feldmann, über seine Begegnungen mit Anthony Powell in den Jahren 1982 und 1984 und über seine Diskussionen mit AP über die «richtige» Art des Übersetzens. Großer Beifall!

 

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Literatur in den Häusern der Stadt am 17.06.2012

 

Am 17.06.2012 hat im Rahmen des Literaturfestivals «Literatur in den Häusern der Stadt...» eine Powell-Lesung in der Bibliotheca Reiner Speck stattgefunden. Diese hat in dem 1996 von dem berühmten Architekten O.M. Ungers erbauten «Haus ohne Eigenschaften» in Köln-Müngersdorf eine Heimat gefunden. Gelesen haben wiederum Heidrun Grote und Charles Ripley, nachdem der Hausherr Prof. Dr. Reiner Speck begrüßt und eine Einführung in die Bibliotheca und das Gebäude gegeben hatte. Zwischentexte von Theo Langheid und Henner Löffler zu Autor und Werk.

 

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Auftaktveranstaltung der APG im Literaturhaus Köln


Am 26.04.2012 hat im Literaturhaus Köln die Auftaktveranstaltung der APG stattgefunden. Heidrun Grote und Charles Ripley haben Texte aus dem «Dance…» in deutscher und englischer Sprache vortragen. Theo Langheid und Henner Löffler haben für die APG Autor und Werk vorgestellt. Mit fast 100 Teilnehmern und sehr positiver Resonanz war der Abend ein voller Erfolg; es wurden einige neue Mitglieder geworben, zumal zu Beginn der Lesung verkündet werden konnte, dass dem Verein inzwischen seine Gemeinnützigkeit bestätigt wurde.