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Anthony Powell Conference 2016

 

Vom 08. bis 10. April 2016 hat die jährliche Konferenz der Anthony Powell Society/UK im King's Manor, York stattgefunden. Das Motto lautete «Anthony Powell, Shakespeare and other literary influences». Ein Bericht folgt in Kürze.

 

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APG-Ehrenmitglied Katharina Focke verstorben

 

Frau Dr. Katharina Focke, SPD-Politikerin, von 1969 bis 1972 parlamentarische Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, von 1972 bis 1976 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit und von 1979 bis 1989 Mitglied des Europäischen Parlaments, ist am 10.07.2016 im Alter von 93 Jahren verstorben.


Ihr politisches Leben, das 1964 mit dem Eintritt in die SPD und zwei Jahre später mit dem Einzug in den Düsseldorfer Landtag begann, ist hinreichend bekannt und wird derzeit in der Presse ausführlich beschrieben.


Weniger bekannt ist, dass Frau Dr. Focke vor ihrer politischen Tätigkeit unter anderem als Übersetzerin aktiv war und bereits 1961 den vierten Band des «Dance…», unter dem Titel Lady Mollys Menagerie, für Cotta ins Deutsche übersetzt hat. Warum Cotta, lange vor den ersten deutschen Ausgaben bei der DVA in den 60er und der Ehrenwirth-Ausgabe in den 80er Jahren (beide kamen nicht über die ersten drei Bände hinaus), ausgerechnet mit dem vierten Band der Serie angefangen hat, lässt sich nicht mehr aufklären. Auch bei unseren Gesprächen mit Frau Dr. Focke konnte sie uns keine weiteren Angaben über diese verlegerische Entscheidung machen, nachdem es bei Cotta, bei der DVA und auch bei Ehrenwirth niemanden gab, der hierzu Aufklärendes hätte beitragen können.


Stattdessen erzählte sie uns, dass sie bis zum Tode ihres Mannes im Jahre 1961 neben ihrer Assistententätigkeit für ihren Vater, den Publizisten Ernst Friedlaender, als Übersetzerin tätig war, weil sie neben ihrem Hausfrauen-Dasein nach einer zusätzlichen sinnvollen Beschäftigung suchte. Nach dem Tode ihres Mannes musste sie Geld verdienen und wurde Geschäftsführerin des Bildungswerkes Europäische Politik, wo sie von Professor Dr. Horst Ehmke für die Politik entdeckt wurde. Wer Frau Dr. Focke persönlich kennengelernt hat, wundert sich nicht darüber, dass sie während ihrer Bundestagskandidatur im Herbst 1969 ihren eher konservativ geprägten Kölner Wahlkreis mit dem größten lokalen Zuwachs für die NW-SPD errang (von 37,8 % auf 48 %) und auch 1972 mit deutlichem Vorsprung bei den Erststimmen gewann.


Es hätte Frau Dr. Focke, die uns freundlicherweise erlaubt hat, sie zum Ehrenmitglied unserer Gesellschaft zu machen, ganz sicher sehr gefreut, wenn sie das derzeitige Erscheinen des «Dance…» im Elfenbein Verlag noch bis zu Ende hätte verfolgen können. Wir werden sie nicht vergessen.

  

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«Lives of the novelists: a history of fiction in 294 lives»

von John Sutherland (Profile Books, London, 2011)

 

John Sutherland ist emeritierter Professor für englische Literatur und hat ein Buch über 294 Autoren veröffentlicht, unter denen sich - natürlich - auch Anthony Powell befindet. Der «must read text» ist «The Acceptance World» und die Referenzbiographie ist die von Michael Barber. Eine Besprechung des Buchs von Jeffrey Manley finden Sie >hier<.

 

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Vorführung der Channel 4-TV-Verfilmung des «Dance...»

 

Statt der Dezember-Lesung haben wir am 02.12.2014 um 19.00 Uhr den ersten Teil der Channel 4-Verfilmung gezeigt. Die Vorführung fand im Anschluss an die Mitgliederversammlung statt in der Anwaltskanzlei BLD Bach Langheid Dallmayr in Köln. Die Resonanz war - trotz einer Bombendrohung, die die Kölner Altstadt lahmlegte - gut und in den anschließenden Gesprächen bei Wein und Quiches wurde zur Wiederholung mit der 2. Season aufgefordert.

 

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Der beste Kenneth Widmerpool...

 

... den es je auf der Leinwand gegeben hat (was nicht schwierig war, weil es außer der Channel 4-Fernsehserie keine weitere Verfilmung des «Dance...» gegeben hat) war der britische Schauspieler Simon Russell Beale. Simon Russell Beale, der auch eine Zeitlang als Präsident der Anthony Powell Society in UK fungiert hat, feierte zuletzt große Erfolge im englischen Shakespeare-Betrieb: nach seinem letzten Triumph als Simon of Athens spielte er unter der Regie von Sam Mendes (Regisseur des James Bond-Filmes «Skyfall») im National Theatre den Lear und wurde als nichts anderes als «the greatest classical actor of this generation» gefeiert. Die Tickets für die ersten zwei Monate waren sofort ausverkauft.  Simon Shama: «I have seen many Lears in my time but Simon Russell Beale's is the most heartbreakingly mindshakingly profound.»

 

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Venice C0nference, 09.-11. Oktober 2014

 

Unsere englische Schwestergesellschaft, die Anthony Powell Society, hat ihre zweitägige Konferenz in der Fondazione Giorgio Cini auf der Isola di San Giorgio Maggiore durchgeführt. Einen Bericht über die Konferenz finden Sie >hier<. 

 

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Tagung der Kölner Literaturgesellschaften am 12. Januar 2014

 

Erstmals war die APG eingeladen worden, sich an der von der Stadt Köln veranstalteten Tagung der «Kölner Literaturgesellschaften» am 12. Januar 2014 zu beteiligen. Die Tagung fand im Rautenstrauch-Joest-Museum statt und war - auch für die APG - ein voller Erfolg. Der Vorstand der APG präsentierte kurz Leben und Werk des Autors und beklagte den immer noch viel zu geringen Bekanntheitsgrad von AP, selbst unter deutschen Anglisten. Es wurde ein kurzer Abriss über die bisherige Übersetzungsgeschichte gegeben und die Bemühungen, einen deutschen Verlag zu finden, der den langen Atem für eine Gesamt-Übersetzung aller 12 Bände des «Dance...» findet.

 

Die Beachtung, die AP wieder stark zunehmend im angelsächsischen Literaturleben findet (s.a. den Bericht über das Cheltenham Literature Festival auf dieser Seite; s. ferner die Nennungen und Zitate von AP in «Hitch 22» von Christopher Hitchens oder in «An English Affair» von Richard Davenport-Hines), lässt auf bessere Zeiten hoffen. Sodann las Heidrun Grote (Charles Ripley musste kurzfristig in die USA reisen) aus «Books do furnish a room». Freundlicher Beifall und Zuspruch von allen Seiten.

 

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Cheltenham Literature Festival 10. - 13. Oktober 2013 

 

Das jährliche Literaturfestival in Cheltenham, das von der «Times» gesponsert wird, ist inzwischen ein unverzichtbarer Bestandteil im Kalender des Literaturfreunds. Am 11. Oktober 2013 fand dort eine Diskussion über APs «Dance...» statt, die vom Vice President der APS Patric Dickinson geleitet wurde. Diskutanten waren Hilary Spurling (die den berühmten Leitfaden durch den «Dance...» geschrieben hat und gegenwärtig an einer Biographie über AP arbeitet), DJ Taylor (der Orwell- und Thackeray-Biograph) und Richard Davenport-Hines (der in seinem hoch gepriesenen Buch «An English affair - Profumo ...» gleich mehrfach aus den Werken APs zitiert).

 

Im neuesten Newsletter der APS (Issue 53, Winter 2013) berichtet Allan Lloyd über die Diskussion. Lloyd erlebte die Diskussion als «a very enjoyable hour of talk about Powell», obwohl Davenport-Hines die Diskussion mehrfach in etwas entlegenere Gebiete («very obscure areas...») lenkte, indem er beispielsweise AP mit einem italienischen Autor aus dem 18. Jahrhundert verglich (dessen Name Lloyd entfallen ist und der auch wohl nur eine sehr entfernte Bindung zu Powell aufwies).

 

Sowohl DJ Taylor als auch Hilary Spurling bekannten, dass sie am Anfang mit dem «Dance...» wenig anfangen konnten. Spurling gab nach wenigen Seiten von «A question of upbringing» («Eine Frage der Erziehung») auf, weil sie nicht nachvollziehen konnte, dass irgendjemand etwas über unerfreuliche Eton-Zöglinge lesen wolle und Taylor fand APs Prosa zunächst  «klumpig» («clotted»). Spurling begann dann mit  «Casanova's Chinese restaurant» und hat sich von da zurückgearbeitet. Sie hat AP kennen gelernt, als sie ihn als junge Journalistin für den «Spectator» interviewt hat und behauptet, dass AP sie förmlich genötigt habe, den «Dance Companion» zu schreiben, was sie - jedenfalls zunächst - absolut gehasst habe. Beinahe hätte sie ihr Gefallen an seiner Arbeit verloren, denn sie war mehr an der Entwicklung der Erzählstränge und an der komplexen Konstruktion der Bücher interessiert als an den merkwürdigen Charakteren («obscure characters»). Nach Fertigstellung ihres Buches meinte AP, es würde ihm sehr viel Zeit gespart haben, wenn er ihr Buch gekannt hätte, bevor er seine geschrieben habe.

 

Allan Lloyd berichtet dann weiter, wie über die Arbeitsweise von AP diskutiert worden wäre und dass er an einem winzigen Tisch in einem der Schlafzimmer von «The Chantry» gearbeitet hätte, wo alle vorangehenden Bücher auf dem Boden gestapelt gewesen wären. Er habe dann immer in den alten Büchern geblättert, um den Faden nicht zu verlieren. Wenn die Bücher zerfleddert gewesen wären, hätte sein Verlag ihm neue Exemplare geschickt (was Lloyd zu der sicher interessanten Frage veranlasst, was eigentlich aus den alten Exemplaren geworden ist, die ja sicherlich mit einer Vielzahl von handschriftlichen Notizen versehen waren).

 

Sodann wurde die Frage erörtert, wie AP seine Geschichten und Figuren entwickelt hat. Powell hat Spurling verraten, dass er für jeden Charakter eine tiefe Schublade (metaphorisch) vorgehalten habe und in der Diskussion wurde dann die Vorstellung entwickelt, wie AP aus der einen Schublade Widmerpool und aus der anderen Pamela hervorgezogen habe und aus einer dritten die Geschichte, wie beide sich kennen lernen. Von Hilary Spurling kam dann die Bemerkung, dass es genug Autoren gäbe, die keine großen Schubladen hätten, aber dennoch ständig daraus zitieren würden.

 

Allan Lloyd schließt seinen Bericht mit der Bemerkung, er habe sehr vergnügliche Stunden verbracht, wobei sein Vergnügen noch dadurch gesteigert wurden wäre, dass er auf dem Weg zum Parkplatz drei andere Teilnehmer belauschen konnte, die über Proust und die Gründe, warum sie ihn nicht gelesen hätten, diskutierten. Das sei ein wunderbarer Bonus zu einem ohnehin schönen Nachmittag gewesen.

 

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Fortsetzung der Lesung des «Dance...»

 

Am 11. September 2013 haben wir die Lesung des «Dance...» wiederaufgenommen und unsere bewährten Schauspieler Heidrun Grote und Charles Ripley haben vor wiederum gut gefüllten Zuschauerreihen die Lesung mit dem Ball bei den Huntercombes fortgesetzt.

 

Zu Beginn der Lesung am 08. Oktober 2013 wurde zusätzlich ein etwa 10 Minuten langer Ausschnitt aus der BBC-Einspielung des «Dance...» vorgestellt, die in den Jahren 1978 bis 1982 entstanden sind.

 

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Anthony Powell Society Conference

Eton College, 27. & 28. September 2013 

 

Am 27. und 28. September 2013 hat die 7. Tagung der englischen Anthony Powell Gesellschaft stattgefunden, und zwar in Eton, der früheren Schule von AP. Den Tagungsbericht, den die APS in ihrem letzten Newsletter veröffentlicht hat, finden Sie >hier<.

 

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«The man who was X Trapnel»

 

BBC Radio 4 hat am 13.12.2012 anlässlich des 100. Geburtstages des Schriftstellers Julian McLaren-Ross eine Sendung ausgestrahlt, die Mr. McLaren-Ross als Modell für den Schriftsteller X Trapnel aus APs «Dance...» identifiziert. Die BBC wird diese Sendung im Netz unter der Sparte «Listen again» speichern.

 

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Erste Lesung des «Dance...» am 17.09.2012

 

Wegen Überfüllung geschlossen! Die Auftaktveranstaltung der Gesamtlesung des «Dance...» am 11.09.2012 in der Lengfeld'schen Buchhandlung war restlos ausgebucht; sogar im Schaufenster mussten Stühle aufgestellt werden, um Zuhörer unterzubringen. Viele weitere Anmeldungen konnten nicht mehr berücksichtigt werden.

 

Nach Begrüßung durch die Hausherrin Hildegunde Laaf begrüßte der 1. Vorsitzende der APG, Theo Langheid, die Gäste, stellte die Schauspieler Heidrun Grote und Charles Ripley vor, die dem Publikum ja bereits aus den Auftaktveranstaltungen im Literaturhaus und durch die Lesung anlässlich der «Literatur in den Häusern der Stadt» bekannt waren.

 

Vor deren Lesung in deutscher und englischer Sprache (die Übersetzung stammte wiederum vom 2. Vorsitzenden der APG, Henner Löffler) berichtete der aus Münster angereiste Übersetzer der Ehrenwirth-Ausgabe, Dr. Heinz Feldmann, über seine Begegnungen mit Anthony Powell in den Jahren 1982 und 1984 und über seine Diskussionen mit AP über die «richtige» Art des Übersetzens. Großer Beifall!

 

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Literatur in den Häusern der Stadt am 17.06.2012

 

Am 17.06.2012 hat im Rahmen des Literaturfestivals «Literatur in den Häusern der Stadt...» eine Powell-Lesung in der Bibliotheca Reiner Speck stattgefunden. Diese hat in dem 1996 von dem berühmten Architekten O.M. Ungers erbauten «Haus ohne Eigenschaften» in Köln-Müngersdorf eine Heimat gefunden. Gelesen haben wiederum Heidrun Grote und Charles Ripley, nachdem der Hausherr Prof. Dr. Reiner Speck begrüßt und eine Einführung in die Bibliotheca und das Gebäude gegeben hatte. Zwischentexte von Theo Langheid und Henner Löffler zu Autor und Werk.

 

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Auftaktveranstaltung der APG im Literaturhaus Köln


Am 26.04.2012 hat im Literaturhaus Köln die Auftaktveranstaltung der APG stattgefunden. Heidrun Grote und Charles Ripley haben Texte aus dem «Dance…» in deutscher und englischer Sprache vortragen. Theo Langheid und Henner Löffler haben für die APG Autor und Werk vorgestellt. Mit fast 100 Teilnehmern und sehr positiver Resonanz war der Abend ein voller Erfolg; es wurden einige neue Mitglieder geworben, zumal zu Beginn der Lesung verkündet werden konnte, dass dem Verein inzwischen seine Gemeinnützigkeit bestätigt wurde.