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Zitat des Monats

 

«One of the things I remember about you is that you knew that Château-bottled shit Widmerpool.»

Bob Duport zu Nick Jenkins, Hearing secret harmonies, S. 233

 

 

 

 

Tanzen Sie mit ...!

 

Tauchen Sie ein in die Welt von Nicholas Jenkins, Charles Stringham und Peter Templer, werden Sie Teil der entschleunigten Welt des Englands der 20er und 30er Jahre, erleben Sie den «Blitz» über London aus Sicht der Betroffenen und begleiten Sie die britische Gesellschaft der Nachkriegszeit bis hin zum Hippiekult der späten 60er und frühen 70er.

Anthony Powell hat ein breit gesponnenes Netz von unterschiedlichsten Persönlichkeiten geschaffen, die sich über Jahrzehnte hinweg begegnen, aus den Augen verlieren und wieder zusammen kommen, wie die Schriftsteller St John Clark, JG Quiggin und X Trapnel, der Universitäts-Don Sillery («Sillers»), der exzentrische Lord Warminster, der Citymagnat Sir Magnus Donners, der Musiker Hugh Moreland, der Maler Edward Deacon, der Kritiker Maclintick oder der Sektenführer Scorpio Murtlock. Und  neben vielen anderen Adeligen, Gelehrten, Bohemians und Künstlern natürlich den lebenslangen Widerpart des Ich-Erzählers Nick Jenkins, Kenneth Widmerpool, Sohn eines Handelsvertreters für Flüssigdünger, Etonschüler, Anwalt, Unternehmer, Parlamentsabgeordneter, Präsident einer obskuren Universität in den Midlands und dann schließlich Mitglied im House of Lords.

Treffen Sie auf so wunderbare Frauen wie die Tolland Sisters (von denen eine, Lady Isobel, Nicks Ehefrau wird), oder Baby Wentworth, die nie wieder ein Wort mit ihren verflossenen Liebhabern spricht, die wahrsagende Myra Erdleigh, gelegentliche Lebensgefährtin von Onkel Giles, die «fashionable beauty» Bijou Ardglass (Chips

Lovell: «Have you slept with her? Most of one's friends have») und schließlich Pamela Flitton, verh. Widmerpool, einem Kritikerurteil nach «the biggest bitch in English literature».

Kurzum: lesen Sie den zwischen 1951 und 1975 entstandenen 12bändigen  «Dance to the music of time», laut Anthony Powell «told over the dinner table», der Leben und Sterben eines breit gefächerten Freundes- und Bekanntenkreises in der Zeit zwischen 1914 und 1971 nachzeichnet.

 

«... wie trockener Champagner, kühl, humorvoll... . Realistischer als Proust... und viel vergnüglicher» (Evelyn Waugh).

Eine Kurzbeschreibung der einzelnen Romane finden Sie  >hier<.

 

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Erfolgreiche Veranstaltung am 10.06.2018

 

Im Rahmen des Festivals «Literatur in den Häusern der Stadt» hat Thomas Loibl am 10.06.2018 vier Stellen aus dem dem «Tanz...» gelesen.

 

Die Veranstaltung im Rahmen des seit Jahren vom Kölner Kunstsalon ausgerichteten Literaturfestivals fand in Kooperation unserer Gesellschaft mit der Brougier-Seisser-Cleve-Werhahn-Stiftung statt. Unser Präsident Theo Langheid hat die Hintergründe der Entstehung des  «Tanz...» erläutert und dabei beispielhaft den Werdegang der Personen nachvollzogen, die an der frühesten erzählten Szene des gesamten Romans, dem Mittagessen bei der Familie Jenkins, zu dem die Eheleute Conyers eingeladen waren und bei der das Hausmädchen Billson splitterfasernackt das Mittagessen servieren will, zugegen waren.

 

Thomas Loibl hat in bewährter Manier vier Stellen gelesen; zunächst einmal aus der «Welt des Wechsels» (The acceptance world) die Szene, in der Nick Jenkins im Ritz auf Mark Members wartet und statt dessen JG Quiggin erscheint. Sodann wurde aus «Bei Lady Molly» (At Lady Molly's) das Mittagessen zwischen Kenneth Widmerpool und Nick Jenkins vorgelesen, bei dem Widmerpool Jenkins um Rat in Bezug auf das amoursöe Wochenende bittet, das er mit seiner Verlobten Mildred Haycock verbringen möchte. Die dritte Lesung schildert die Szene in Thrubworth House, als Nick zum ersten Mal seine zukünftige Frau Isobel Tolland trifft. Und in der letzten Lesung nahmen wir an der Beerdigung von Lord Warminster teil und lernten Pamela Widmerpool und deren etwas ungewöhnliches Benehmen näher kennen.

 

Die Lesung war mit gut 90 Zuhörern ausverkauft. Großer und anhaltender Beifall. Die anschließenden Gespräche kann man angeregt nennen. Den Beitrag des Präsidenten der APG finden Sie >hier<.

 

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Unser Mitglied Dr. Klaus Naumann weist darauf hin, dass die Anthony Powell-Biographie von Hilary Spurling in der «London Review of Books» vom 19. Juli 2018 von Perry Anderson unter dem Titel «Different speeds, same furies» besprochen wurde. Der gleiche Autor schreibt auch in der Ausgabe vom 02. August 2018 über «Powell v. the world».

 

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Dazzling and funny

 

Die «Sunday Times» weist in ihrer Ausgabe vom 12. August 2018 auf die Neuerscheinung eines «vergessenen Schriftstellers» hin: «Futility» von William Gerhardie. Von Evelyn Waugh ein «Genie» genannt, wird in dem Sunday Times-Artikel - neben Catherine Mansfield - auch Anthony Powell genannt. Dieser erwähnt Gerhardie auch in seinem Memoiren «Messengers of day», S. 85/86. Kurz nachdem AP bei Duckworth angefangen hat, wurden dort die Bücher von William Gerhardie verlegt, u.a. «The polyglotts» (1952), die AP «an outstandig novel» nennt.

 

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Poetic Dance

 

Die Anthony Powell Society (APSoc) weist darauf hin, dass eine Zusammenfassung von allen Referenzen im «Tanz...» aus der Feder von Bernard Stacey erschienen ist. Zum ersten Mal sind die zahlreichen Anspielungen auf Gedichte hier in der Reihenfolge ihrer Erwähnung katalogisiert, es werden die Originalquellen analysiert und die einzelnen Stellen kommentiert. Zu beziehen über die APSoc, 100 Seiten, £10 (ISBN 9780995626737).

 

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Widmerpool in Cricket

 

Peter Kislinger aus Wien, der seine Doktorarbeit über Anthony Powell geschrieben hat, weist uns freundlicherweise auf folgende Presseveröffentlichung hin:

«Widmerpudlians with a passing interest in sporting matters may - or may not - like to be alerted to the fact that, on p. 109 of 'White on Green - Celebrating the Drama of Pakistan Cricket', by R. Heller and P.Oborne, published by Simon & Schuster in 2016, a former Pakistani Test cricketer, and subsequently President of the Board of Control of the sport in that country, one Ijaz Butt by name, is there described as 'the Widmerpool of Pakistan cricket'.»

 

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Kurz vor der Vollendung...

 

Nachdem in 2017 zwei weitere Bände des «Dance...» auf deutsch erschienen sind, nämlich Band 9 «Die Philosophen des Krieges» (The military philosophers) und Band 10 «Bücher schmücken ein Zimmer» (Books do furnish a room), hat der Elfenbein Verlag inzwischen auch Band 11 «Könige auf Zeit» (Temporary Kings) vorgelegt und zur Frankfurter Buchmesse erwarten wir Band 12 «Der Klang geheimer Harmonien» (Hearing Secret Harmonies). Damit wird der gesamte Zyklus erstmals auf deutsch vorliegen; eine Leistung, die bisher nur in einer französischen Ausgabe gemeistert wurde, «La danse de la vie humaine», 1990-1995.

 

Den Kurzinhalt aller Bände des «Dance...» finden Sie >hier<.

 

Sodann hat Elfenbein auch den wertvollen Führer durch den «Tanz...» von Hilary Spurling in einer Übersetzung von Sabine Franke angekündigt: «Einladung zum Tanz - Ein Handbuch zu Anthony Powells ‹Ein Tanz zur Musik der Zeit›». Und bald soll auch die Biographie Anthony Powells aus der Feder seiner alten Freundin Hilary Spurling vorliegen, wieder übersetzt von Heinz Feldmann.

 

 

Die ersten Bände liegen bereits seit einiger Zeit vor und sind von der Presse ausgesprochen positiv aufgenommen worden: 

 

Very British - und besser als Balzac ... Die schönste lange Romanreise der Weltliteratur ... Elegante Übersetzungen Heinz Feldmanns ...

(Andreas Isenschmid, DIE ZEIT)

 

Feldmann hat ... ein sicheres Gefühl für den Rhythmus der oft langen Perioden und trifft den Ton beim fast noch schwierigeren Geplauder. Kurz, er ist der richtige Mann für den riskanten Job ...

(Michael Maar, Süddeutsche Zeitung)

 

Die Musik dieses Erzählers ist mitreißend ... ein Gipfeltext des 20. Jahrhunderts ...

(Tobias Döring, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

... eine ins Unendliche gedehnte Dinnerparty ... ein Großversuch, das Leben zu begreifen ...

(Martin Ebel, Tages-Anzeiger)

 

Die einzelnen Bände können direkt beim >Elfenbein Verlag< bestellt werden.

 

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Powell oder Pole?

 

Die Enkeltochter von AP, Georgia Powell, hat in einem Beitrag für den Daily Telegraph am 08. Februar 2016 über die Aussprache ihres Nachnamens sinniert: «Powell or Pole, that is the question». Sie beruft sich auf ihren Großvater und nennt sich Pole, was dann aber - etwa am Telefon - häufig mit Pearl oder Pile verwechselt wird. Am Ende verweist sie darauf, dass ihre Kinder es noch schwerer haben werden als sie selbst, weil sie nach ihrem Vater Coke heißen, ausgesprochen allerdings wie Cook (wie der berühmte Richter und Politiker des 16./17. Jahrhunderts Sir Edward Coke). Den gesamten Artikel finden Sie >hier<.

 

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«Lives of the novelists: a history of fiction in 294 lives»

von John Sutherland (Profile Books, London, 2011)

 

John Sutherland ist emeritierter Professor für englische Literatur und hat ein Buch über 294 Autoren veröffentlicht, unter denen sich - natürlich - auch Anthony Powell befindet. Der «must read text» ist «The Acceptance World» und die Referenzbiographie ist die von Michael Barber. Eine Besprechung des Buchs von Jeffrey Manley finden Sie >hier<.

 

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London Quarterly Pub Meets

 

Unsere Schwestergesellschaft, die Anthony Powell Society UK, hält einmal im Quartal ein Pub-Meeting ab, um sich untereinander besser kennen zu lernen und über AP zu diskutieren. Treffpunkt ist in «The Audley», Mount Street, London W1 (Termine siehe >hier<).

 

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