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Kurzbiografie

Anthony Dymoke Powell (1905 - 2000) war Schriftsteller, Essayist, Journalist, Drehbuchautor und Verleger. Nach dem Besuch von Eton und dem Studium der Geschichte am Balliol College in Oxford hat er als Lektor für den Verlag Duckworth gearbeitet, für den Spectator, den Daily Telegraph und das Times Literary Supplement Kritiken geschrieben, für Warner Bros. Drehbücher verfasst und über Jahrzehnte hinweg das Satiremagazin Punch herausgegeben. 1931 erschien sein Erstlingswerk Afternoon men, das ebenso wie die Nachfolgeromane Venusberg (1932) und From a view to a death (1933) von der Kritik wohlwollend aufgenommen wurde. Nach dem II. Weltkrieg entstand die Idee zu einem Romanzyklus, der schließlich nach dem Gemälde von Nicolas Poussin A dance to the music of time genannt wurde. Dieser Zyklus wuchs nach und nach auf 12 Bände an und ist in vier Movements unterteilt, die wieder jeweils drei (mehr oder weniger) eigenständige Romane umfassen (Heinemann 1951 - 1975). V. S. Naipaul hat Anthony Powell in die Erzähltradition einer Jane Austen gestellt, während andere ihn eher mit dem von ihm verehrten Marcel Proust verg lichen haben . Der Dance... wird häufig mit der Recherche... verglichen und hat Powell nach Ansicht zeitgenössischer Kollegen wie Evelyn Waugh, Kingsley Amis oder Nancy M itford zum bedeutendsten englischen Autor des 20sten Jahrhunderts gemacht und den Dance... zum wichtigsten englischen Roman nach dem II. Weltkrieg.


Die vielen hundert Personen, die im Dance... über einen Zeitraum von rund 50 Jahren immer wieder auftreten, sind von der Autorin Hillary Spurling systematisch in dem Buch Invitation to the dance erfasst worden und die Parallelitäten zwischen dem Leben des Autors und seinem Romanzyklus ergeben sich sinnfällig aus der Lektüre der Powellschen Biographie von Michael Barber Anthony Powell: A Life.